Offene Standarts

Wednesday, 2. April 2008

Offene Standarts, warum man sie nutzen sollte und weshalb man bestimmte
Zukünftige meiden möchte.

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Auch wenn sie die Spuren der Zeit zeigen, halten Bücher Jahrhunderte. Digitale Medien sind hingegen so vergänglich wie die Firmen, die dafür Dateiformate erfinden.
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“Wir denken in Jahrhunderten”, erklärt Bettina Kann, Leiterin des Bereichs Digitale Bibliothek der Österreichischen Nationalbibliothek, die Sammelphilosophie der ÖNB. Und dabei gibt es digital, abgesehen von den
enormen Datenmengen, zwei Probleme: Einerseits die Kurzlebigkeit der physischen Medien, auf denen Daten abgelegt sind. Und andererseits die Dateiformate, in denen Bilder, Schriften, Video oder Multimedia gespeichert werden.
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Langfristig gebe es darum nur einen Weg, sind sich Kann und Microsoft-Österreich-Sprecher Thomas Lutz einig: Offene, ISO-standardisierte Dokumentenformate. Dabei liegt das Format offen und kann “auch noch in 50 Jahren von einem Entwickler nachgebaut werden”, sagt Kann. Auch offene Formate müssen lizenziert werden und der Urheber kann dafür Geld verlangen,
wie bei dem von Fraunhofer entwickelten MP3. Microsoft setzt dabei auf “Open XML”, das Format seines jüngsten Office-Pakets, das derzeit einem ISO-Verfahren unterzogen wird.

–>> http://derstandard.at/?url=/?id=3266142

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Europäische Union startet neue Ermittlungen gegen den Softwarekonzern – Vorgänge rund um den Abstimmungsprozess hatten für einige Aufregung gesorgt
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Microsoft sah sich damals mit massiven Vorwürfen konfrontiert. So seien etwa in Schweden Stimme mehr oder weniger direkt “gekauft” worden, in Portugal hätten GegnerInnen aufgrund “mangelnder Sitzplätze” keinen Platz für eine Teilnahme an der Abstimmung gefunden. In anderen Ländern habe das Unternehmen mit der Unterstützung befreundeter Unternehmen versucht das Ergebnis in letzter Sekunde zu kippen. So war etwa das entsprechende Gremium in Italien innerhalb von wenigen Tagen von 6 auf 85 Personen angewachsen.
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–>> http://derstandard.at/?url=/?id=3216982
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Derzeit wird das OOXML Dateiformat zum wiederholten Male einem ISO (International Standardization Organisation) Verfahren unterzogen. Der erste Antrag wurde trotz massiver Bemühungen seitens Microsoft abgelehnt (und nicht ohne Grund) nun wird alles erneut aufgewickelt.. Geld und Macht machen es möglich!!!
“Zugaben” seitens Microsoft und Versprechen haben sich in der Vergangenheit stets als zweifelhaft ergeben, so wurde auch das von MS zur Verfügung gestellte addin (kleine Erweiterung zu MS Office welches man manuell nachinstallieren kann um .ODT lesen zu können) als absolut mangelhaft befunden. Dem Benutzer soll anscheinend suggeriert werden, dass es nur Schwierigkeiten und Mängel mit dem >nicht< hauseigenen Format gibt – das traurige daran ist .. es wird funktionieren.

(Man überlege kurz wieviele PCs man kennt auf denen kein Microsoft Windows läuft )
Liste von Betriebsystemen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Betriebssysteme#Unix_allgemein
Liste von Linux Betriebssystemen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Linux-Distributionen#Systeme_f.C3.BCr_Heimrechner

Eines von vielen Beispielen bei denen große Corporations wie Microsoft etc. Dinge durchsetzen die schon lange nicht mehr dem Wohl des Kunden dienen. Solange im Supermarktregal alles nur noch von “Kraft Foods” stammt oder es keine Alternative zu Verbrennungsmotoren gibt werd wir auch “philadelphia” aufs Brot streichen und Diesel tanken. In kaum einer Branche ist es so einfach “nicht mitzuspielen” wie in der IT-Welt, denn schaut man sich hier um, so entdeckt man zahllose (auch kostenfreie) Alternativen und es gibt so einige alternative Dateiformate aus der “Open Source” Szene wie zB. “.odt” zu finden. (http://de.wikipedia.org/wiki/OpenDocument – Open Document Text (ISO Standart) )

http://de.openoffice.org/ (Open Office)
http://www.koffice.org/ (Linux only)
http://www.ubuntu.com/ (Ubuntu Linux)
http://deshalbfrei.org/moinmoin/freiheit/argumente

(Weitere Information)
http://www.noooxml.org/
http://odfalliance.org/
http://spreadopendocument.org/

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