Samba (LAN Filesharing) Konfiguration

Monday, 12. October 2009

Seit Jahren schon ist Samba bereit dafür zu sorgen, dass Linux und Windows sich im LAN zusammenfinden und einander ihre Dateien anbieten können. Grafische Hilfen dafür gibt es inzwischen einige – benutzerfreundlich sind Diese jedoch leider in keiner Weise und darüber hinaus sind Diese noch nicht einmal “per default” unter KDE zu finden. KDE liefert von Haus aus die Möglichkeit den samba-Client mit Username und Passwort zu konfigurieren .. das wars.

Ein hervorragendes Werkzeug ist übrigens smb4k, welches man in den Repos findet. Dies eignet sich jedoch in erster Linie zum Browsen im samba-Netzwerk.

Um samba generell überhaupt verwenden zu können, muss dieser zunächst einmal installiert sein..

sudo apt-get install samba kdenetwork-filesharing system-config-samba smb4k

Die letzten beiden Pakete (mit Anhang) werden benötigt damit samba über die KDE Oberfläche administriert werden kann und die Tab “Filesharing” bei Rechtsklick auf einen Ordner auch tatsächlich etwas bewirkt.

Letzlich ist die allerbeste und sicherste Methode Filesharing schnell und schmerzlos zum laufen zu bringen leider immernoch die Konsole. Eine fertige smb.conf in das Verzeichnis /etc/samba/ kopieren, samba neustarten und das wars. Eine solche smb.conf als Anhaltspunkt will ich hier mal zur freien Verfügung stellen:

[global]
 netbios name = TEST
 server string = %h server (Samba, Kubuntu)
 workgroup = WORKGROUP
 security = user
 encrypt passwords = true
 invalid users = root
 log level = 2
 log file = /var/log/samba/log.%m
 max log size = 1000
 dns proxy = no
 socket options = TCP_NODELAY
 wins support = yes
 name resolve order = wins bcast lmhosts hosts
 os level = 65
 local master = yes

 browse list = true
 guest account = testuser

[testshare]
 comment = share auf test
 read only = no
 writable = yes
 path = /home/testuser/public
 browseable = yes
 available = yes
 guest ok = yes

Diese Konfigurationsdatei will freilich jederzeit verfeinert werden und ist sicher nicht für jeden Einsatzzweck geeignet – in einem kleinen privaten LAN zb. ist sie durchaus brauchbar ^^. Was diese Konfiguration garantiert zusammenbringt ist eine sichere Auflistung aller Shares im lokalen Netz und ganz simple und einfach das, was sie verspricht..  die Freigabe des Ordners “/home/testuser/public”

Bei der Anpassung der Konfigurationsdatei an das eigene System sollte auf die rot hervorgehobenen Attribute besonderes Augenmerk gelegt werden. Bei Diesen geht es zwar meist  nur um Bezeichner, der PATH jedoch ist durchaus relevant, der -guest account- könnte/sollte “nobody” lauten (in diesem Beispiel ist “guest” der gleiche wie der angemeldete Hauptbenutzer, was womöglich sicherheitstechnisch fragwürdig ist) – dann sind jedoch auch die Dateirechte (write,read,execute,..) im freigegebenen Ordner zu bedenken und evtl. anzupassen.(über den Dateimanager)

Darüber hinaus sollte nur ein Rechner im Netz das

   os level = 65

besitzen. Der Wert 65 ist der höchste und bedeutet, dass diese Maschine immer den -lokal master- an sich reissen und als zentrale Schnittstelle fungieren wird – andere rechner im Netz bekommen einen niedrigeren Wert.

Ich bin freilich kein samba Experte und freue mich über Hinweise, kritische Punkte an der Konfiguration und genauere Erklärungen.

Danke und viel Erfolg beim Freigeben von Ordnern!

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