Nokia N810 Internet Tablet — Review

Friday, 21. August 2009

Review von Computer.tv

Als leidenschaftlicher Geek möchte man natürlich immer und überall Zugriff auf das Internet haben, egal ob man gemütlich am Feierabend bei einem Bier mit Freunden zusammen sitzt oder auf einer Wandertour unterwegs ist. Noch dazu möchte man nicht auf die Vorteile von FOSS verzichten und das alles am besten in einem Gerät vereint wissen. Das waren meine Voraussetzungen, bevor ich auf das Nokia N810 gestoßen bin, das nun seit einem knappen Monat einiges erdulden musste.

Das Betriebssystem ist Maemo OS 2008, welches auf Linux basiert und somit Freiraum für Bastelarbeiten, Hacks und jede Menge Software bietet. So steht es einem frei Ubuntu/Mer oder Debian nach zu installieren oder Android in einer angepassten Version für Nokia Geräte laufen zu lassen. Doch dazu später mehr.

Die Verbindung zum Internet wird entweder per Wireless-LAN oder über ein Internet-fähiges Handy per Bluetooth hergestellt, was einwandfrei funktioniert (den richtigen Handy-Tarif vorausgesetzt). Erfreulicherweise wird Flash von Haus aus unterstützt und mitgeliefert, allerdings nur in Version 9.0.48.0, was zwar für YouTube einwandfrei funktioniert, aber bei South Park Studios zu wenig ist. Dem soll aber noch in diesem Jahr Abhilfe verschafft werden, dann kommt nämlich die Version 10 von Adobe Flash für portable Gerätschaften (Adobe and ARM Accelerate Flash and AIR for ARM Platforms). Doch beim Internet surfen ist es noch nicht aus. Mit dem Tablet kann man Skype, Instant Messaging, E-Mail und Videochats verwenden, da es neben der ausfahrbaren Tastatur eine Webcam mitbringt. Somit bleibt man immer und überall mit der ganzen Welt in Kontakt und verpasst auch untwerwegs nicht die neuesten Entwicklungen.

Gegen Langeweile helfen die reichliche Auswahl an Spielen (Open Transport Tycoon, Lemmings und Worms Klone für Linux, NumptyPhysics, Battle for Wesnoth, etliche kleine Spiele wie Sudoku oder Minesweeper und Emulatoren von GameBoy über NES oder ScummVM bis hin zu DosBox) und die Wiedergabe von Videos oder Musik ohne lästige Konvertierung, da man dank MPlayer einen mächtigen Videoplayer nachrüsten kann, der alle Stücke spielt.

Als Speicher stehen einem 2 Gigabyte intern zur Verfügung, die aber dank SD-Karten erweitert werden können. Unterstütz werden miniSD Karten sowie microSDHC, die dann jedoch einen Adapter auf miniSD benötigen. Somit kann man aktuell auf bis zu 16 Gigabyte Speicher aufrüsten, was ausreichend Platz für Videos und Musik bieten sollte.

Alles in allem ein spaßiges Gerät mit vielen Möglichkeiten, die sicherlich noch nicht alle erschöpft sind.

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