Nokia N810 — Bastelecke

Friday, 21. August 2009

Repositories installieren

Auf http://www.gronmayer.com/it/ finden sich haufenweise Programmkataloge, die sich vom Tablet aus mit 2 Klicks installieren lassen. Dazu einfach “Alle Kataloge auswählen:” markieren und auf “ausgewählte installieren” klicken. Nach einer Aktualisierung des Katalogs, die etwas dauern kann, findet sich im Programm-Manager eigentlich alles was das Herz begehrt.

Root werden

Um Root zu werden muss man bereits die Repositories von oben  installiert haben. Danach wirft man den Programm-Manager an und installiert “becomeroot” aus dem Unterpunkt “all“. Anschließend wechselt man in das “X-Terminal“, zu finden im Hauptmenü unter dem Punkt “Dienstprogramme“, ganz unten. Dort gibt man folgende 2 Befehle ein:

sudo gainroot
passwd

Jetzt kann man sich noch ein Passwort wählen und schon hat man einen aktiven Root-Account am N810.

OpenSSH

Um auf das Internet Tablet auch mittels SSH zugreifen zu können, ist zuerst ein Root-Account anzuraten (siehe “Root werden”). Danach installiert man entweder per Programm-Manager oder direkt von Maemo.org das Programm OpenSSH Server. Und schon kann man bequem per PC auf das Tablet zugreifen, falls man einen SSH-Client installiert hat und die IP des Tablets weiß, die sich aber mit dem Applet HomeIP ganz leicht am Desktop des Tablets anzeigen lässt.

VNC (Virtual Network Computing)

Auch für VNC gibt es Pakete: “vncviewer” als Client- und “x11vnc” als Serverprogramm. Somit kann man das Tablet auch entspannt vom PC aus bedienen oder man nutzt das Tablet als Fernbedienung für den PC. Bei mir hat es aber das Problem gegeben, dass der Menüpunkt “Programme” am N810 nicht aufrufbar war. Mal sehen ob sich das noch beheben lässt.

Debian LXDE Installation

lxde

Um Debian auf dem Tablet zu installieren sollte man die Repositories von Gronmayer.com schon installiert haben. Danach installiert man mithilfe des Programmmanagers “easy-deb-chroot”. Ist die Installation geglückt, wählt man aus dem Programm-Menü “Debian Image Installer”. Für das Debian Image werden in etwa 1,3 GB freier Speicherplatz auf einer Speicherkarte benötigt. Ist das Image herunter geladen und entpackt, was alles in allem ungefähr 45 Minuten in Anspruch nimmt, kann das Tablet neu gestartet werden. Jetzt findet man im Programm-Menü beispielsweise OpenOffice oder den LXDE Desktop, der bequem aus OS 2008 gestartet werden kann und einem die große Vielfalt und Freiheit der Debian Welt bietet. Allerdings laufen viele Programme sehr langsam, da der Prozessor mit seinem Desktop oder Laptop Konkurrenten nicht mithalten kann.

Ubuntu/Mer Installation

Mer-logo
Wie Debian kann auch Mer installiert werden, wozu man wieder im Programm-Manager “easy-mer” installiert und im Anschluss den “Install Mer” Installer aus dem Menü aufruft. Mer kann jedoch auch auf das Tablet geflasht werden, was heisst, dass es Maemo ersetzt. Auf der Maemo Seite findet man die verscheidenen Releases von Mer, dort wählt man sich die aktuell stabilste Version aus. Am Ende der Seite zur Version gibt es jede Menge Images, interessant sind mer-armel-n8x0-kernel-v<version>.zImage und mer-armel-n8x0-image-v<version>.jffs2, die beide auf dem Desktop gespeichert werden. Was uns noch zu unserem Glück fehlt ist der Flasher (Version 3.0) von Nokia, den man hier für Linux und Mac OS X erhält. Hat man das Tablet per USB an den PC angeschlossen, vom Strom getrennt und es abgeschalten führt man in einer 32bit Linux Umgebung folgendes mit Root Rechten aus:

./flasher-3.0-static -k mer-armel-n8x0-kernel-v<version>.zImage -r mer-armel-n8x0-image-v.jffs2 -f -R

in einer 64bit Umgebung wird der 64bit Flasher benötigt:

./flasher-3.0.amd64 -k mer-armel-n8x0-kernel-v<version>.zImage -r mer-armel-n8x0-image-v.jffs2 -f -R

In der Konsole sollte man jetzt die Zeile “Suitable USB device not found, waiting” sehen was kein Fehler, sondern ein gutes Zeichen ist. Auf dem Tablet drückt man jetzt den “Swap”-Button (der obere der 2 Knöpfe links neben dem Display) und schaltet es mit gedrücktem “Swap”-Knopf ein. Das Image wird nun auf das Tablet geflasht und Mer kann danach gebootet werden.

Android installieren

Für die Nokia Internet Tablets gibt es eine eigene Portierung, NITdroid genannt. Auf der Seite findet man auch gleich alles was das Herz eines Bastlers höher schlagen lässt: ein HowTo, die benötigten Dateien und sogar einen Link zu einer vereinfachten Installation mittels Skript, die man auch im Maemo Forum findet. Wer weder Skript noch halbherzige Bastelanleitung möchte, wird auf dem Blog von Terence Eden fündig. Leider hat NITdroid bei mir noch nicht erfolgreich gebootet, daher ist vorerst alles reine Theorie.

Nokia N810 Internet Tablet — Review

Friday, 21. August 2009

Review von Computer.tv

Als leidenschaftlicher Geek möchte man natürlich immer und überall Zugriff auf das Internet haben, egal ob man gemütlich am Feierabend bei einem Bier mit Freunden zusammen sitzt oder auf einer Wandertour unterwegs ist. Noch dazu möchte man nicht auf die Vorteile von FOSS verzichten und das alles am besten in einem Gerät vereint wissen. Das waren meine Voraussetzungen, bevor ich auf das Nokia N810 gestoßen bin, das nun seit einem knappen Monat einiges erdulden musste.

Das Betriebssystem ist Maemo OS 2008, welches auf Linux basiert und somit Freiraum für Bastelarbeiten, Hacks und jede Menge Software bietet. So steht es einem frei Ubuntu/Mer oder Debian nach zu installieren oder Android in einer angepassten Version für Nokia Geräte laufen zu lassen. Doch dazu später mehr.

Die Verbindung zum Internet wird entweder per Wireless-LAN oder über ein Internet-fähiges Handy per Bluetooth hergestellt, was einwandfrei funktioniert (den richtigen Handy-Tarif vorausgesetzt). Erfreulicherweise wird Flash von Haus aus unterstützt und mitgeliefert, allerdings nur in Version 9.0.48.0, was zwar für YouTube einwandfrei funktioniert, aber bei South Park Studios zu wenig ist. Dem soll aber noch in diesem Jahr Abhilfe verschafft werden, dann kommt nämlich die Version 10 von Adobe Flash für portable Gerätschaften (Adobe and ARM Accelerate Flash and AIR for ARM Platforms). Doch beim Internet surfen ist es noch nicht aus. Mit dem Tablet kann man Skype, Instant Messaging, E-Mail und Videochats verwenden, da es neben der ausfahrbaren Tastatur eine Webcam mitbringt. Somit bleibt man immer und überall mit der ganzen Welt in Kontakt und verpasst auch untwerwegs nicht die neuesten Entwicklungen.

Gegen Langeweile helfen die reichliche Auswahl an Spielen (Open Transport Tycoon, Lemmings und Worms Klone für Linux, NumptyPhysics, Battle for Wesnoth, etliche kleine Spiele wie Sudoku oder Minesweeper und Emulatoren von GameBoy über NES oder ScummVM bis hin zu DosBox) und die Wiedergabe von Videos oder Musik ohne lästige Konvertierung, da man dank MPlayer einen mächtigen Videoplayer nachrüsten kann, der alle Stücke spielt.

Als Speicher stehen einem 2 Gigabyte intern zur Verfügung, die aber dank SD-Karten erweitert werden können. Unterstütz werden miniSD Karten sowie microSDHC, die dann jedoch einen Adapter auf miniSD benötigen. Somit kann man aktuell auf bis zu 16 Gigabyte Speicher aufrüsten, was ausreichend Platz für Videos und Musik bieten sollte.

Alles in allem ein spaßiges Gerät mit vielen Möglichkeiten, die sicherlich noch nicht alle erschöpft sind.